Mit dem Rail Freight Data Hub (RFDH) geht der VDV und seine Mitgliedsunternehmen einen entscheidenden Schritt in Richtung Digitalisierung der Branche Schienengüterverkehr. Die Wettbewerbsposition des schienengebundenen Güterverkehrs wird durch die Entwicklung einer durch die Branche für die Branche betriebenen Plattform gestärkt werden.

Es haben sich bereits über 15 Schienenverkehrsunternehmen zusammengetan, um die Digitalisierung der Prozesse, das Schaffen einer gemeinsamen Datenstruktur effizienter und kundenfreundlicher für den gesamten Schienengüterverkehr gestalten zu können.

Ziel ist es, die Wettbewerbsposition des schienengebundenen Güterverkehrs im wachsenden intermodalen Wettbewerb durch den Einsatz einer gemeinsamen Datenplattform zu stärken. Dazu werden die Grundlagen für Bau und Betrieb einer Datenplattform (Data Hub) für Schienengüterverkehrsunternehmen durch eine, für diesen Zweck zu gründende Unternehmung, die durch die Branche getragen wird, gelegt. Die Verträge zur Nutzung der Plattform sowie die Gründungsunterlagen für die Gesellschafter sind entworfen und in der Abstimmungsphase.

Das Projekt besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: Governance und Technologie

Ohne Kooperation geht es im Güterverkehr nicht. Gleichzeitig stehen die Unternehmen des Schienengüterverkehrs in einem harten Wettbewerb zueinander. Der RFDH muss als Gemeinschaftsunternehmen eine Verfasstheit bekommen, die diesen Marktbedingungen gerecht wird: Der Spagat zwischen Kooperation, Wettbewerb, Nutzeranforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen soll durch ein geeignetes Kooperationsmodell erreicht werden. Dieses Governance Modell wird derzeit erarbeitet.
Der RFDH ist ein IT-Projekt. Im Rahmen des RFDH wird eine Buchungsplattform für Dienstleistungen der ersten und letzten Meile im Schienengüterverkehr geschaffen. Außerdem wird nach und nach eine wachsende Zahl „Shared Services" freigeschaltet, mit denen typische Prozesse im Güterverkehr digitalisiert werden.